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Herzlich Willkommen in meiner Rubrik „Ratgeber Hund“. Hier möchte ich Ihnen interessante Tipps und Themen rund um den Hund vorstellen, die Sie als Hundehalter im Alltag beschäftigen. mehr

Mein Hund geht jagen
23.07.2011


Jeder Hundehalter weiß, dass wir Menschen eine Vielzahl von Hunderassen extra für die Jagd gezüchtet haben und das über hunderte von Jahren. Nun kaufen wir aber unser Fleisch heute im Supermarkt und gehen nicht mehr in den Wald wo der Hund seiner eigentlichen Bestimmung nachgehen kann. Nur die Jäger, welche eine sehr kleine Gruppe darstellen, führen also ihre Hunde ihrer Genetik entsprechend jagdlich.
Entscheided man sich also für einen Jagdhund, wie z.B. Labrador Retriever, Parson Russel Terrier, Cocker-Spaniel, Beagle, Pointer, Magyar Viszlar – um nur ein paar zu nennen, holt man sich den Jäger ins Haus (im Wortsinn) und muss außerhalb der wohlig beheizten vier Wände ein Management entwickeln um nicht täglich allein am Waldrand stehen gelassen zu werden.
Management bedeutet zwei Dinge: ein individuelles Erziehungs- und Beschäftigungskonzept, das Ihrem Hund eine Alternative und damit artgerechte Auslastung bietet – denn Hasen jagen gehen wird er nicht dürfen; und klare Regeln im Sinne einer souveränen Führung.
Ein zuverlässiger Grundgehorsam ist nachvollziehbar unabdinglich – und viel Arbeit. Kann ich meinen Vierbeiner nicht von einer Salamischeibe abrufen, brauche ich es mit dem Kaninchen gar nicht erst zu versuchen.

Das Ergebnis intensiven Trainings kann der regelmäßige Freilauf sein. Es kann aber genauso gut heißen, dass der Hund im Gelände ausschließlich an der Schleppleine (5m – 10m lang) laufen kann, so lange Sie sich nicht mit ihm beschäftigen. Es gibt also Möglichkeiten! Aber auch Grenzen.

In meiner Praxis ist es mir wichtig, die Halter immer an die positiven Eigenschaften ihres Jägers zu erinnern. Damit meine ich nicht, dass Jagen eine negative wäre, aber es wird meist so empfunden. Vielleicht ist er wunderbar mit Kindern, ruhig und geduldig im Haus und sehr verschmust. Vielleicht kann er Dinge, die andere Hunde nicht können. Zudem ist jede Mensch-Hund-Beziehung einzigartig. Führen Sie sich das vor Augen anstatt ständig über das zu trauern was Sie nicht haben können. Überlegen Sie sich, weshalb Sie sich ausgerechnet "diese Kleine" oder "diesen Großen" ausgesucht haben und keinen Schoßhund. Wahrscheinlich wollten Sie einen agilen, aufgeweckten Hund, der neugierig ist, mutig und voller Tatendrang. Und den haben Sie bekommen! Freuen Sie sich darüber.
Eine bekannte Hundetrainerin hat mal gesagt: "Jeder bekommt den Hund zum Lernen, den er braucht."
In diesem Sinne viel Spaß beim gemeinsamen Lernen, Jagen und Leben.

Wenn Sie Interesse am Anti-Jagd-Training haben oder eine Einschätzung Ihrer Möglichkeiten möchten, rufen Sie mich gerne zwecks eines Termins an. Ich berate Sie gern!

Ihre Alexa Lüke

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